Facebook - eine Freakshow?

Was geht einen „Normalsterblichen“ Facebook, StudiVZ, YouTube, Twitter, Flickr, Second Life, Blogger und co. an? Sehr viel! Wer sich heutzutage in einem Unternehmen für einen höheren Posten bewirbt, wird von Vorne bis Hinten durchgeleuchtet, sozusagen „gegoogelt“. Wer denkt, mit „0 Suchergebnissen für XY“ auf der sicheren Seite zu liegen, irrt sich gewaltig. Mindestens genauso negativ werden allerhand Ausrutscher behandelt, die nur zu leicht im Internet auftauchen können. Sich einfach herauszuhalten oder seine Webpräsenz unkontrolliert florieren lassen, ist durchaus ein großer Fehler, der in vielen Fällen den Traumberuf kosten kann.

Auch das Sozialverhalten der Menschen verändert sich mit dem Auftauchen social communities. Erstaunlich hohe Zahlen an „Second Life“-Usern beweisen, dass sich immer mehr „normale“ Leute eine virtuelle Realität aufbauen und darin leben. Durch die unendliche Zahl von Möglichkeiten, die einem das Internet erstreckt, entsteht auch eine Brutstätte für Kriminalität, die nicht unbemerkt bleiben sollte. Wer sein privates Leben vollkommen in das Internet verlegt – und es gibt genug Fälle – läuft der Gefahr, der Realität zu entschwinden, so philosophisch und science-fiction-ähnlich das auch klingen mag.

Ein kurzes Resümee und ohne große Moralisierungsversuche: Wer in der Gegenwart lebt, darf das Internet und seine Webpräsenz nicht ignorieren. Er sollte sich aber auch vor allem vor Augen halten, dass es eher die Funktion der unterstützenden Kommunikationshilfe und vereinfachten Informationsverbreitung einnehmen sollte, als den alleinigen Lebensinhalt darzustellen.